Bürgerenergiefonds jetzt auch für Wärmeprojekte geöffnet

Bürgerenergiefonds jetzt auch für Wärmeprojekte geöffnet

Land fördert erstmals gezielt Bürgerprojekte für klimafreundliche Wärme – Ministerin Neubaur: Die Wärmewende beginnt in der Nachbarschaft.

Nordrhein-Westfalen weitet seinen Bürgerenergiefonds aus: Künftig unterstützt das Land gezielt auch Projekte zur klimafreundlichen Wärmeversorgung. Damit rückt ein Bereich stärker in den Fokus, der für das Erreichen der Klimaziele eine zentrale Rolle spielt.

Gefördert wird vor allem die Planungsphase solcher Vorhaben. Bürgerenergiegesellschaften können Zuschüsse von bis zu 300.000 Euro erhalten, etwa für Machbarkeitsstudien, Gutachten oder Wirtschaftlichkeitsanalysen. Die Förderung ist als bedingt rückzahlbarer Zuschuss konzipiert: Nur wenn ein Projekt umgesetzt wird, müssen die Mittel zurückgezahlt werden. Andernfalls bleibt die Unterstützung bestehen.

Im Mittelpunkt stehen lokale Lösungen wie Nahwärmenetze, die mehrere Gebäude oder ganze Quartiere versorgen. Dabei können unterschiedliche Energiequellen zum Einsatz kommen – etwa Geothermie, Solarthermie oder Abwärme aus Industrie und Abwasser. Ziel ist es, vorhandene Potenziale effizient zu nutzen und die Wärmeversorgung nachhaltiger zu gestalten.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Projekte von Bürgerinnen und Bürgern gemeinschaftlich getragen werden. Das Land setzt damit bewusst auf lokale Beteiligung und will die Akzeptanz für die Energiewende stärken. Gleichzeitig soll die Wertschöpfung stärker in den Regionen bleiben.

Mit der Erweiterung des Fonds reagiert Nordrhein-Westfalen auf einen wachsenden Handlungsbedarf: Während der Ausbau erneuerbarer Energien im Strombereich voranschreitet, gilt die Wärmewende vielerorts noch als Herausforderung. Die neue Förderung soll dazu beitragen, entsprechende Projekte vor Ort anzustoßen.

https://www.wirtschaft.nrw/land-oeffnet-buergerenergiefonds-fuer-waermeprojekte

Grafik: greenventory | Stadt Wuppertal, Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung